<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859</id><updated>2011-07-31T07:22:07.803+02:00</updated><title type='text'>Wortkiste</title><subtitle type='html'>Besonders Alltägliches - alltägliche Besonderheiten</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>12</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-7001132313964992708</id><published>2010-09-19T23:36:00.002+02:00</published><updated>2010-09-19T23:38:17.568+02:00</updated><title type='text'>Rechtfertigung</title><content type='html'>&lt;meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta content="OpenOffice.org 3.2  (Win32)" name="GENERATOR"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;style type="text/css"&gt;	&lt;!--		@page { margin: 2cm }		P { margin-bottom: 0.21cm }	--&gt;	&lt;/style&gt; &lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich rechtfertige mich nicht und habe doch schon damit begonnen. Wofür? Zum Beispiel dafür, dass während den letzten sieben Monaten keine neuen Texte den Weg in meine Wortkiste gefunden haben. Über diese Kiste bin ich beim Umziehen gestolpert – hier schreib ich nun und kann nicht anders. Eine kleine Frage an mich selbst und selbstverständlich auch an den Leser: Wenn ich nichts sage, dann schweige ich. Was aber tue ich, wenn ich nicht schreibe? Nicht dassdas Ausbleiben meiner Texte den Untergang der Welt bedeutet, aber beunruhigend bleibt diese schreiberische Stille trotzdem.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich möchte mich nicht rechtfertigen, dafür aber beschweren. Worüber? Zum Beispiel darüber, dass ich in den letzten Monaten zu wenig oder aber zu viel Zeit hatte, um zu schreiben. (&lt;i&gt;Zeit haben&lt;/i&gt;, ein grauenhafter Begriff – fast so schlimm wie Text in Klammern.) Oft beschwert man sich, um sich Erleichterung zu verschaffen. Nimmt man diese Worte genauer unter die Lupe, zeigt sich rasch ein Widerspruch: &lt;i&gt;sich beschweren&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;sich erleichtern&lt;/i&gt; sind offensichtlich Gegensätze. Die Erleichterung, welche sich nach der Beschwerde einstellt, ist trügerisch und von kurzer Dauer. Wer sich beschwert, kann zwar Dampf ablassen, macht damit aber die eigene Welt wieder etwas schlechter, als sie schon ist. Man lädt sich zusätzlich Sorgen auf bis man diesen Berg nicht mehr (er)tragen kann und unter der Last zusammenbricht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich halte für einen Moment inne und lese die schon geschriebenen Zeilen nochmals durch. Ich lese und zähle Folgendes: In diesen ersten beiden Abschnitten des Eintrags finde ich auf die Schnelle zwanzig negativ konnotierte Wörter und acht verneinende Satzkonstruktionen. Das ist – gelinde gesagt – schockierend, aber nicht das erste Mal. Meine Texte tendieren dazu, in ihrer Grundstimmung negativ – oder euphemistisch ausgedrückt: &lt;i&gt;kritisch&lt;/i&gt; – zu sein. Mit echter Erleichterung durfte ich feststellen, dass ich nicht der einzige Blogger bin, welcher scheinbar nur negative Texte zu Blatt bringt. Das Internet und vor allem Blogs bieten einen wunderbaren Nährboden für Schwarzseherei, Polemik und Beschwerden aller Art. Etwas überspitzt formuliert, kann man das Internet gerne als schwarzes Loch - randvoll gefüllt mit Negativem – bezeichnen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Woher mag diese negative Grundstimmung in vielen Texten kommen? Vorschnell und oberflächlich betrachtet kann man sagen :“Das liegt nun mal in der Natur des Menschen. Punkt um.“ Meiner Meinung nach ist die Ursache nicht in der Natur des Menschen, sondern in jener des Denkens zu suchen: Dem Denken haftet eine unentrinnbare Melancholie an. Diese hat unterschiedliche Gründe: Zum einen ist es uns nicht möglich, das Denken von einem objektiven Standpunkt aus zu betrachten. Zwar sind wir in der Lage ,über das Denken nachzudenken, abschließende Antworten finden wir dabei allerdings nicht. Zum anderen ist unser Denken schon von klein auf sprachlich. Unsere Sprache setzt unserem Denken enge Grenzen und ob es außerhalb des Sprachlichen etwas gibt, ist ungewiss. Des Weiteren ist es uns ebenso unmöglich, das Denken eines anderen Menschen voll und ganz zu durchschauen; geschweige denn, Gedanken zu lesen. Diese und weitere Gründe (siehe unten), geben unserem Denken eine immerwährende, melancholische Note.&lt;br /&gt;Wer nun schreibt, denkt zwangsläufig bevor er oder sie den Stift auf das Blatt setzt oder auf der Tastatur zu tippen beginnt. Wie viel man denkt spielt keine entscheidende Rolle; dafür aber, dass sich die Melancholie – die dem Denken anhaftet – unbewusst auf das Blatt überträgt. Die Melancholie des Denkens pflanzt sich in unserem Schreiben fort und das Resultat fällt dementsprechend aus.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;An dieser Stelle verweise ich gerne auf ein Buch von Georg Steiner, welches den Titel &lt;i&gt;„Warum denken traurig macht – Zehn (mögliche) Gründe“&lt;/i&gt; trägt und aus . Darin werden Gründe für die Melancholie des Denkens ausführlich beschrieben. Empfehlenswerte Herbstlektüre.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es liegt mir fern, negative, anklagende, sorgenvolle, polemische oder schwarz seherische Texte allgemein als schlecht zu bezeichnen. Ihre Häufung aber ist ein Grund zur Sorge; besteht doch die Gefahr, das eigene Weltbild noch weiter zu verzerren. Wer sich beschwert, erleichtert sich nicht. Dieser Negativität tritt man am besten mit einer gehörigen Portion Kreativität gegenüber und beobachtet Texte schon im Entstehen genau: Wie entwickelt sich mein ursprünglicher Gedanke? Droht er wieder abzudriften? Wollte ich wirklich das schreiben, was jetzt da steht?&lt;br /&gt;Negative Texte müssen sein und vielleicht macht Abwechslung das Leben tatsächlich süß; Texte aber in jedem Fall besser.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Total: über fünfzig negativ konnotierte Wörter und siebzehn verneinende Satzkonstruktionen. Verbesserungspotenzial ist definitiv vorhanden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-7001132313964992708?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/7001132313964992708/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/09/rechtfertigung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7001132313964992708'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7001132313964992708'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/09/rechtfertigung.html' title='Rechtfertigung'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-7494979150189781377</id><published>2010-02-03T21:29:00.000+01:00</published><updated>2010-02-03T21:29:04.925+01:00</updated><title type='text'>Neues, Allzuneues</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: left;"&gt;Gleich zu Beginn. lösen Sie Ihren Blick vom Bildschirm; weiterlesen können später. Schauen Sie sich bewusst um und vor allem: halten Sie Ausschau nach Werbung. Ich gehe jede Wette ein, dass sie fündig werden. Sei es ein Flyer, eine Verpackung oder auch das Plakat an der gegenüberliegenden Fassade; Werbung strahlt uns von überall her mit einem gekünstelten Lächeln an. Nun? Haben Sie die Werbung in ihrer Umgebung als solche identifiziert?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Auf jeden Fall, dürfen Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder ganz auf den folgenden Text richten und für die Glücklichen unter Ihnen, welche keine Werbung finden konnten:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/S2nOhPSLN7I/AAAAAAAAACc/jS1k8PF_vlA/s1600-h/a1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/S2nOhPSLN7I/AAAAAAAAACc/jS1k8PF_vlA/s320/a1.jpg" width="252" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;i&gt;Neu!&lt;/i&gt; Das ist wahrscheinlich das am häufigsten verwendete Wort in der Werbung, dicht gefolgt von &lt;i&gt;günstig!&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;jetzt!&lt;/i&gt; Ein klarer Fall, wieder ein Mal in der Wortkiste zu wühlen und zu sehen, was sie ausspuckt. Ich habe bereits erwähnt, dass &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; oft gebraucht wird. Missbrauch ist ein treffenderer Begriff und &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; wird besonders erfolgreich missbraucht. Missbrauch darum, weil &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; völlig sinnentfremdet verwendet wird.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Überlegen sie sich ein Mal,&amp;nbsp; was &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; für sie bedeutet. Verbinden sie besondere Gefühle damit? Was beschreibt &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt;? Formal gesehen beschreibt man damit das Alter eines Produkts oder kann zeitliche Zusammenhänge&amp;nbsp; darstellen. Soviel zur Theorie. Welche Assoziationen aber spielen in der Praxis die entscheidende Rolle? Mit der zunehmenden Beschleunigung des Lebens in den letzten zwei Jahrhunderten, wurde &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; mit &lt;i&gt;besser&lt;/i&gt; gleichgesetzt. &lt;i&gt;Neu&lt;/i&gt; wurde zum Inbegriff des Vortschritts einer Gesellschaft der Geschwindigkeit. Neu ist besser. Damit erfolgt eine unbewusste und gefährliche Wertung, wenn wir von neuen Dingen sprechen. Und das Beste ist nicht gut genug. Immer wieder kaufen wir die gleichen Dinge, nur weil Sie uns als neu - und somit als besser - angeboten werden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Alle ein bis zwei Jahre kaufen wir ein neues Mobiltelefon, einen neuen Computer oder neue Skis. Bessere Mobiltelefone, bessere Computer, bessere Skis. Aber bedeutet &lt;i&gt;neu&lt;/i&gt; zwangsläufig besser? Sicherlich nicht, denn sind etwa ständig neue Beziehungen&amp;nbsp; besser als langjährige Freundschaften? Sind fünf Paar neue, unbequeme Schuhe besser als die alten, passenden Latschen? usw.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Es ist höchste Zeit die Konnotation von neu zu ändern; neu muss neu definiert werden. Nicht weil ich mir eine bessere Definition wünsche sondern eine Andere, welche nicht von der Werbung missbraucht werden kann. Neu soll neutral sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-7494979150189781377?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/7494979150189781377/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/02/neues-allzuneues.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7494979150189781377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7494979150189781377'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/02/neues-allzuneues.html' title='Neues, Allzuneues'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/S2nOhPSLN7I/AAAAAAAAACc/jS1k8PF_vlA/s72-c/a1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-1623830859283141875</id><published>2010-01-29T16:38:00.000+01:00</published><updated>2010-01-29T16:38:35.449+01:00</updated><title type='text'>Panta rhei</title><content type='html'>Ich könnte an dieser Stelle mit einem grenzenlos unkreativen Eintrag über das Januarloch aufwarten und würde ihm damit nur in die Hände spielen; eine Existenzberechtigung geben. Dabei ist dieses Loch lediglich eine Rechtfertigung für unsere eigene Faulheit, uns am Anfang eines Jahres zusammenzureissen. Eine Illusion. Und dennoch: Was hat mich einen ganzen Monat lang daran gehindert, etwas Neues zu veröffentlichen? Die Faulheit kann es nicht gewesen sein, denn Schreibversuche hab ich immer wieder unternommen. Man schreibt und schreibt und trotzdem stürzt alles in ein Loch des Misslingens. Anfangs versucht man dieses Loch zu umschreiben, anschliessend beschreibt man es, nur um zu merken, dass man sich wiederum verschrieben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bleibt mir kaum etwas übrig, ausser dieses Loch zu stopfen; es in grenzenloser Schreibwut ganz auszufüllen. Der Autor bittet die geehrten Leser um Nachsicht, da der folgende Text in seiner Orientierungslosigkeit mehr oder weniger ausarten könnte, was in diesem Moment allerdings nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann. Nichtsdestotrotz wünscht der Autor viel Lesevergnügen beziehungsweise Leseausdauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Orte, welche einem direkt in die Kindheit zurück katapultieren. Nicht weil sie magisch sind, sondern weil man dort unzählige Stunden verbrachte. Einen solchen Ort durfte ich vor einigen Tagen wiederentdecken, konnte dort verweilen und einen Spaziergang in die Vergangenheit unternehmen. Die ursprüngliche Unternehmung lautete völlig anders und schloss Zeitreisen nicht mit ein. Ich musste einige Briefe austragen und da sich die Gemeinde an der Birsmündung winterlich verzaubert - besser gesagt vergleichsweise winterlich verzaubert - präsentierte, entschied ich mich gegen das Fahrrad und für einen Spaziergang. Dieser führte mich aus meinem Quartier an das Ufer des Rheins, vorbei am Spielplatz, der tief verschneit und verlassen auf Kinder wartete. Meine Füssen trugen mich weiter entlang der Uferpromenade, welche streng genommen den Titel Gassi-Geh-Gosse verdient hat. Als ich diese hinter mir gelassen hatte, stand ich vor - oder besser gesagt über - der Schleuse, welche seit einem halben Jahrhundert mit dem Kraftwerk zusammen den Rhein an dieser Stelle staut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlenderte auf die Schleusenbrücke, weil man von dort eine anregende Aussicht auf den Rhein, Basel und die Birsmündung geniessen kann. Am Ufer tümmelten sich Möwen; die meisten beobachteten abwartend das Wasser, andere stritten sich um ein viel zu grosses Stück Brot.&amp;nbsp; Die Möwen waren nicht weiss, sondern grau, denn ihr Gefieder konnte mit dem Weiss der Schneedecke nicht mithalten. Schneedecke ist im Grunde genommen das falsche Wort, aber hier am Rheinknie muss man sich mit weniger zufrieden geben. Das Rheinwasser lag gewohnt grau-grün und erstaunlich ruhig im Becken der Schleuseneinfahrt. Das Schleusentor wartete mit einem einem rostdurchsetzten Olivgrün auf; nur die Rohre der Hydraulikpumpen glänzten. Das Pier, die Poller, der Kontrollturm; alles noch da. Die Zeit hat allem zugesetzt. Mir auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch: die Dämme halten den Wassermassen noch immer Stand. Ich rief mir eine Kindervorstellung ins Gedächtnis zurück: Was wäre, wenn die Dämme brächen? Wie gross wäre die Flutwelle? Und wieviele Häuser würden in Basel weggespült werden? Kindervorstellugen eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte ausserordentliches Glück und konnte einer Talschleusung eines Frachtschiffes beiwohnen. Ein Schauspiel, welches ich in meinen ganz jungen Tagen unzählige Male mitverfolgte. Endlich kam leben in die Szenerie: Der Schleusenwart eilte auf dem Pier zwischen dem Kontrollturm und dem Schiff hin und her, bis der Papierkram erledigt war. Danach wurden die Pumpen in Gang gesetzt und ihr Grollen war auch auf der Brücke noch zu spüren. Die ausströmenden Wassermassen wirbelten die Schleuseneinfahrt auf und die Möwen schwangen sich aufgeregt in die Luft. Mein Geist wurde ebenfalls aus seinem Winterschlaft geweckt und lebhafte Erinnerungen stiegen aus ihrer Versenkung auf.&amp;nbsp; Das Schauspiel war schnell wieder vorbei: der Wasserstrom versiegte, langsam und ächzend öffneteten sich die Schleusentore. Das Frachtschiff setzte seine Reise rheinabwärts fort und ich beugte mich über die Brüstung aus Aluminium. Deren Oberfläche war mit Kritzeleien übersät: Menschen und Menschenpaare, die sich mit Namen und Datum auf dieser Brüstung teilzeit-verewigten. 1985,1988,1991...&lt;br /&gt;Wissen diese KritzlerInnen noch, dass ihr Name auf dieser Brüstung prangt? Welche Beziehungen haben überlebt? Fragen über Fragen und mir fiel ein Zitat von Heraklit ein, welches besagt, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigt. Alles fliesst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Briefkästen warteten noch immer auf meine Briefe und ich stapfte weiter. Nicht zurück sondern weiter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-1623830859283141875?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/1623830859283141875/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/01/panta-rhei.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/1623830859283141875'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/1623830859283141875'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2010/01/panta-rhei.html' title='Panta rhei'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-3725700478951826349</id><published>2009-12-23T22:30:00.000+01:00</published><updated>2009-12-23T22:30:15.724+01:00</updated><title type='text'>Ein Gedanke</title><content type='html'>Ich denke&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; nur noch an dich&lt;br /&gt;also bin ich&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; in dich verliebt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-3725700478951826349?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/3725700478951826349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/12/ein-gedanke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/3725700478951826349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/3725700478951826349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/12/ein-gedanke.html' title='Ein Gedanke'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-2716044372520534932</id><published>2009-12-20T14:51:00.001+01:00</published><updated>2009-12-20T14:53:53.723+01:00</updated><title type='text'>Selbstversuch</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;Ich kann nicht sagen, ob es meine wahnsinnige oder meine masochistische Anlage war, welche mich letzten Sonntag zu einem vorweihnächlichen Schaufensterbummel durch das Einkaufszentrum Stücki veranlasste. Es war Sonntagsverkauf in Basel: ein Garant für völkerwanderungs-ähnliche Zustände in den Konsumtempeln der Stadt. In dieser Zeit kleidet sich der Kommerz in noch glänzenderen Kitsch und der Schein respektive das Scheinen wird durch die Lichterketten verstärkt. Bei diesem Selbstversuch ging es darum, der Versuchung des weihnächtlichen Kommerzes zu widerstehen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;Besonders erwähnenswert bezüglich der übertriebenen Dekoration des Einkaufszentrums sind die Weihnachtsbäume. Dabei kann man grob zwischen zwei Arten unterscheiden: Weihnachtsbäume der Kategorie I wurden brutalst gestutzt und das ausgedünnte Astwerk erinnert bestenfalls noch an ein Gestrüpp. Dieser Makel soll nun mit allerlei Schmuck überspielt werden, was gänzlich misslingt: Jeder Ast ist mehrfach mit einer Lichterkette umwickelt, was den Gestrüppcharakter verstärkt und die fussballgrossen Weihnachtskugeln nehmen diesem vergewaltigten Baum endgültig die Proportionen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;Weihnachtsbäume der Kategorie II bestehen in erster Linie aus Weihnachtskugeln, welche zu einem Kegel aufgetürmt sind. Hie und da findet sich ein Ästchen der Kunsttanne zwischen den Kugeln und lässt so ein Bäumchen erahnen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: left;"&gt;&lt;meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="Content-Type"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;meta content="Word.Document" name="ProgId"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;meta content="Microsoft Word 12" name="Generator"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;meta content="Microsoft Word 12" name="Originator"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;link href="file:///C:%5CDOKUME%7E1%5CAndy%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml" rel="File-List"&gt;&lt;/link&gt;&lt;link href="file:///C:%5CDOKUME%7E1%5CAndy%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx" rel="themeData"&gt;&lt;/link&gt;&lt;link href="file:///C:%5CDOKUME%7E1%5CAndy%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml" rel="colorSchemeMapping"&gt;&lt;/link&gt;&lt;style&gt;&lt;!-- /* Font Definitions */ @font-face	{font-family:"Cambria Math";	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4;	mso-font-charset:1;	mso-generic-font-family:roman;	mso-font-format:other;	mso-font-pitch:variable;	mso-font-signature:0 0 0 0 0 0;}@font-face	{font-family:Calibri;	panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4;	mso-font-charset:0;	mso-generic-font-family:swiss;	mso-font-pitch:variable;	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;} /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal	{mso-style-unhide:no;	mso-style-qformat:yes;	mso-style-parent:"";	margin:0cm;	margin-bottom:.0001pt;	line-height:115%;	mso-pagination:widow-orphan;	font-size:11.0pt;	font-family:"Calibri","sans-serif";	mso-ascii-font-family:Calibri;	mso-ascii-theme-font:minor-latin;	mso-fareast-font-family:Calibri;	mso-fareast-theme-font:minor-latin;	mso-hansi-font-family:Calibri;	mso-hansi-theme-font:minor-latin;	mso-bidi-font-family:"Times New Roman";	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;	mso-fareast-language:EN-US;}p	{mso-style-noshow:yes;	mso-style-priority:99;	mso-margin-top-alt:auto;	margin-right:0cm;	mso-margin-bottom-alt:auto;	margin-left:0cm;	mso-pagination:widow-orphan;	font-size:12.0pt;	font-family:"Times New Roman","serif";	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";}.MsoChpDefault	{mso-style-type:export-only;	mso-default-props:yes;	mso-ascii-font-family:Calibri;	mso-ascii-theme-font:minor-latin;	mso-fareast-font-family:Calibri;	mso-fareast-theme-font:minor-latin;	mso-hansi-font-family:Calibri;	mso-hansi-theme-font:minor-latin;	mso-bidi-font-family:"Times New Roman";	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;	mso-fareast-language:EN-US;}.MsoPapDefault	{mso-style-type:export-only;	line-height:115%;}@page Section1	{size:612.0pt 792.0pt;	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;	mso-header-margin:36.0pt;	mso-footer-margin:36.0pt;	mso-paper-source:0;}div.Section1	{page:Section1;}--&gt;&lt;/style&gt;  &lt;br /&gt;Mit gemächlichen Schritten schlenderte ich durch die hell erleuchteten Hallen und überliess mich ganz meinem Staunen. Zu sehen gab es allerhand: Läden die nur Gürtel verkaufen, andere bieten nur Handtaschen an und wiederum andere haben lediglich Badetücher feil. Vor einem riesigen Weihnachtsbaum der Kategorie II sang ein Gospelchor. Als ich ein zweites Mal an dieser Stelle vorbeikam, war der Chor durch einen Weihnachtsmann ersetzt worden und Eltern standen mit ihren Kindern in einer langen Schlange davor. Alle paar Minuten hörte man Durchsagen, Autonummern wurden vorgelesen und die Betroffenen wurden aufgefordert, ihre Fahrzeuge sofort umzuparkieren. Die Stimme der Sprecherin wurde zunehmend hysterisch und damit schwand ihre Autorität. Nicht einmal die Drohung, die falschparkierten Fahrzeuge kostenpflichtig abzuschleppen, vermochte die Kunden im Einkaufszentrum zu beunruhigen. Ich schlenderte an den meisten Läden vorbei. Nur ein- oder zweimal erlaubte ich mir einen kleinen Abstecher in ein interessantes Geschäft und trotzdem wanderte ich über zwei Stunden in den endlosen Gängen auf und ab ohne etwas zweimal zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; text-align: justify;"&gt;Kein bisschen schlauer und dennoch eine Erfahrung reicher wandte ich mich dem Ausgang zu und spazierte ein letztes Mal an der Imbissecke vorbei, wobei es angebrachter ist von einem Imbissplatz zu schreiben. Auf diesem Platz tummelten sich schätzungsweise einige hundert Kunden zwischen den viel zu eng platzierten Tischen und Stühlen. An der gegenüberliegen Fassade befanden sich gleich drei verschiede Fastfood-Vertreter, welche die Kundschaft unentwegt mit Kalorienbomben eindeckten. Kommerzielle Kriegsführung. Da sassen sie, fressend schmatzend. Umgeben von ihren erstandenen Nebensächlichkeiten stopften sie sich die fetttriefenden Fritten in ihre gierigen Mäuler. Immer mehr, denn der Kommerz ist ebenso unersättlich, wie wir es sind. Wir wurden schon vor langem von ihm verschlungen. Jetzt sind wir willenlos und werden von Werbung und einem pervetierten Begriff der Weihnachten gesteuert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Weihnachten: das Fest der Liebe. Dass Weihnachten jeden Sinn verloren hat, ist öffentlich bekannt und wird auch angeprangert. Ich stelle fest, dass der Mensch aber auch den Begriff &lt;i&gt;Liebe&lt;/i&gt; falsch - zu oberflächlich - auslegt. Wir haben das Gefühl zu lieben, wenn wir Geschenke verteilen und binden damit die Liebe unweigerlich an Materielles. Wir beschränken sie und uns selbst. Dabei ist Liebe doch ganz anders: Sie ist bedingungslos und lässt sich nie in Papier einwickeln. Was ich mir auf Weihnachten wünsche ist ein tieferer Sinn für Begriffe wie &lt;i&gt;Weihnachten&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Liebe&lt;/i&gt; und ich wünsche mir Sinnlichkeit. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-2716044372520534932?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/2716044372520534932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/12/selbstversuch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/2716044372520534932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/2716044372520534932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/12/selbstversuch.html' title='Selbstversuch'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-8833122498523080955</id><published>2009-11-26T21:58:00.000+01:00</published><updated>2009-11-26T21:58:12.796+01:00</updated><title type='text'>Ironie</title><content type='html'>Es tropfte&lt;br /&gt;Es regnete&lt;br /&gt;Es strömte&lt;br /&gt;aus dem Kanister&lt;br /&gt;Benzin&lt;br /&gt;über mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich sah ich dich&lt;br /&gt;und du mir in die Augen.&lt;br /&gt;Da sprang der Funken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-8833122498523080955?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/8833122498523080955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/ironie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/8833122498523080955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/8833122498523080955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/ironie.html' title='Ironie'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-7276368499646527081</id><published>2009-11-16T20:14:00.001+01:00</published><updated>2009-12-20T13:52:22.664+01:00</updated><title type='text'>un coup d'œuil</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SwGYgH-YDWI/AAAAAAAAABo/C0UsuOfeJdI/s1600/glasses.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SwGYgH-YDWI/AAAAAAAAABo/C0UsuOfeJdI/s400/glasses.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Endlich ist sie da. Eine weitere treue Begleiterin durch den grauen Alltag, der es gar nicht mehr ist. Plötzlich erscheint alles klar und in leuchtenden Farben. Man sagt das Liebe blind macht. Ich behaupte, erst durch die Liebe lernen wir zu sehen. Ich liebe meine Brille!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich wird mein Nasenvelo jetzt regelmässig Gassi gehfahren, denn ab jetzt sehe ich nicht mehr nur gut aus, sondern sehe auch gut. Ha, zu Ihrem Glück lässt sich Eigenlobgestank noch nicht digitalisieren und per E-mail verschicken. Aussehen hin oder her ich bin der Meinung,&amp;nbsp; dass wir es alle nötig haben, von Zeit zu Zeit unsere Brille mit den rosa Gläsern aufzusetzen. Die Welt wieder von der positiven Seite her zu betrachten, tut gut. Mit der rosa Brille einhergehend kann man auch ein selbstgefälliges Grinsen aufsetzen und so den Gemeinheiten des Lebens gegenübertreten. Es ist höchste Zeit, das Blatt selbst in die Hand zu nehmen und zu wenden. Umschreiben. Das Gegenteil behaupten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich durch die Strassen gehe, sehe ich alles gestochen scharf und mit nie dagewesener&amp;nbsp; Farbtiefe. Ich glaube fast, das Leben an sich in den Gesichtern der Menschen ablesen zu können. Manche behaupten, das Leben sei ein schlechter Witz, welcher schon abertausende Male erzählt wurde. Ich behaupte, dass diese Leute nicht genau zugehört und die Pointe selbstverschuldet verpasst haben. Tant pis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn die Welt nicht mehr in meinen Farben erstrahlt, male ich sie mir neu an. Ich werde Landstreicher!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-7276368499646527081?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/7276368499646527081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/un-coup-dil.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7276368499646527081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7276368499646527081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/un-coup-dil.html' title='un coup d&apos;œuil'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SwGYgH-YDWI/AAAAAAAAABo/C0UsuOfeJdI/s72-c/glasses.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-6178372408282386356</id><published>2009-11-08T12:59:00.000+01:00</published><updated>2009-11-08T12:59:34.846+01:00</updated><title type='text'>Le misanthrope, c'est moi</title><content type='html'>Es gibt Tage, an welchen ich keine Lust auf Menschen habe. Null Bock auf Menschsein. An diesen Tagen - und Herbsttage sind besonders anfällig - ziehe ich mich in eine der hiesigen Bibliotheken zurück. In Bibliotheken gibt es nämlich keine Menschen. Dort leben nur Bücherwürmer und Leseratten. Weitere Gattungen der Bibliotheksbewohner sind Brillenschlangen, Schmökerspinnen und Schwärme voller schräger Vögel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bücherwurm ist von gedrungener Gestalt und bewegt sich nur langsam zwischen den Regalen. Hat sich dieser gemütliche Zeitgenosse für ein Buch entschieden, liest er&amp;nbsp; dieses ohne Hast und ist auch nach Verstreichen der verlängerten Leihfrist noch nicht fertig. Zurückgebrachte Bücherwürmer-Bücher zeigen arttypische Merkmale auf, wie zum Beispiel herausgerissene Seiten, Flecken und Eselsohren.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Die Leseratte besticht durch ihre Wendigkeit, mit welcher sie durch die Bibliotheken huscht; oftmals ungesehen. Des Weiteren zeichnen sich Leseratten durch ihre schier grenzenlose Gier aus. Sie lesen alles, wessen sie habhaft werden können ohne zwischen guten und schlechten Büchern zu unterscheiden. Leseratten hamstern gerne und sind oft der Grund, warum jegliche Bestseller monatelang nicht in der Bibliothek auftauchen.&lt;br /&gt;Schmökerspinnen sind nur in den dunkelsten Ecken der Esoterikabteilungen der Bibliotheken zu finden. Sie markieren ihr Revier mit eine erdrückende Parfumwolke und sind deshalb schon von Weitem erriechbar. Schmökerspinnen sind dürr, ihre Haut ist bleich und sie sind mit langen, knochigen Fingern ausgestattet. Schmökerspinnen legen es darauf an, ihre Opfer in Diskussionen über Literatur zu verwickeln, welche anschliessend zu&amp;nbsp; giftigen Streiten ausarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu guter Letzt gibt es noch mich, stellvertretend für die Misanthropen. Misanthropen sind die Domizil-Dinosaurier der Bibliotheken. Urgesteine, welche seit Jahren mit unerschütterlicher Regelmässigkeit in Bibliotheken anzutreffen sind. Doch letzlich spielt es keine Rolle welcher Unterart der Bibliotheksbewohner man angehört, Hauptsache man liest. Denn erst das Lesen macht wirklich Menschen aus uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Manche Bücher darf man nur kosten, andere muß man verschlingen und nur wenige kauen und verdauen.&lt;span class="gf"&gt;&lt;/span&gt;"&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/i&gt;- Francis Bacon&lt;a href="http://www.zitate-online.de/autor/bacon-francis/"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-6178372408282386356?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/6178372408282386356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/le-misanthrope-cest-moi.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/6178372408282386356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/6178372408282386356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/le-misanthrope-cest-moi.html' title='Le misanthrope, c&apos;est moi'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-7004437419477942052</id><published>2009-11-04T22:58:00.000+01:00</published><updated>2009-11-04T22:58:44.734+01:00</updated><title type='text'>Entfallen</title><content type='html'>Peter Bichsel schreibt: " Kolumnen schreiben, das ist er dauernde Umgang mit der eigenen Phantasielosigkeit." Zur Zeit stimme ich ihm voll und ganz zu. Nur das ich keine Kolumnen sondern einen Blog schreibe, aber das spielt in Bezug auf die Phantasielosigkeit keine Rolle. Albert Einstein schrieb:"Phantasie ist wichtiger als Wissen, den Wissen ist begrenzt." Ich fasse zusammen: Ich bin momentan phantasielos und wenn man Einsteins Zitat Glauben schenkt, weiss ich noch weniger als ich Phantasie habe, also annähernd nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiss, dass ich nicht weiss, was ich in meinem Blog schreiben soll. Das ist immerhin ein Anfang und darauf kann man aufbauen - genauer gesagt aufschreiben. Dabei hatte ich heute einen dieser seltenen Einfälle für einen gelungenen Text. Wie so oft stiess ich auf&amp;nbsp; jene Idee, als ich gerade nicht krampfhaft versuchte, kreativ zu sein.&lt;br /&gt;Ich stieg aus dem Tram und weil die Traminsel inmitten einer Hauptstrasse liegt, musste ich an einer Ampel auf das grüne Licht warten. Diese Ampelwartezeiten scheinen intelektuelle Blitzableiter für Gedankenblitze aus heiterem Himmel zu sein. Ich stand plötzlich unter Strom und meine Nervenzellen arbeiteten auf Hochtouren. Vor meinem geistigen Auge zeichnete sich vage eine Idee für einen Text ab. Ein Hochgefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Sekunden später schaltete die Ampel von Rot auf Grün und ideenverloren überquerte ich die Strasse. Auf halbem Weg erblickte ich ein Ja- zum-Minarett-Verbot-Plakat. Das erste in unserer Stadt und aus purem Reflex fuhr mein Gehirn die schweren Argumentationsgeschütze auf. Nachdem ich in aller Stille das Plakat und die dazugehörige Patei gründlich verurteilt hatte, wollte ich mich wieder meiner neuen Idee zuwenden. Zu meinem grossen Entsetzen fand ich keine Spur mehr von ihr. Alles weg. Der Einfall ist mir entfallen. Bis auf Weiteres gibt es auch keine Zeichen dafür, dass er zurückkehren will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Moral der Geschichte? Man soll sich von Hetzkampagnen und Populismus nicht aus der Ruhe bringen lassen und zielgerichtet seine eigenen Ideen verfolgen und wenn immer möglich auch umsetzen. Punkt um.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-7004437419477942052?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/7004437419477942052/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/entfallen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7004437419477942052'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/7004437419477942052'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/11/entfallen.html' title='Entfallen'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-4922225661902873318</id><published>2009-10-28T21:07:00.000+01:00</published><updated>2009-10-28T21:07:37.864+01:00</updated><title type='text'>Hilfe, meine Agenda explodiert!</title><content type='html'>Kennen Sie die Momente, in welchen ihre Agenda zum Bersten gefüllt ist? Man ist heillos verplant und die Linien und Kästchen bieten zu wenig Platz für all die Termine. Das Adressverzeichnis hinten in der Agenda ist überfüllt und man wünscht sich zusätzliche Tage und Wochen zum Abarbeiten seiner Aufgaben. So viel zu erledigen und so wenig Zeit. Keine Freizeit, der Mensch ein Arbeitstier.&lt;br /&gt;Agenda stammt aus dem lateinischen &lt;i&gt;agendum&lt;/i&gt;, was inetwa &lt;i&gt;das zu Tuende&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;das zu Treibende&lt;/i&gt; bedeutet. Ist die Agenda aber erst einmal überfüllt, wir sie selber zum Treibenden und peitscht uns unerbittlich von einem Termin zum nächsten. Ich frage Sie also noch einmal: Kennen Sie solche berstenden Agenden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Antwort ist mir völlig einerlei, denn ich meine etwas Anderes. Ich habe eine Agenda, welche bald birst. Doch das hat nichts mit Terminen zu tun, sondern ist wörtlich aufzufassen. Zur Illustration:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuieP6QnXiI/AAAAAAAAABg/qcdMuMtAOw4/s1600-h/agenda.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuieP6QnXiI/AAAAAAAAABg/qcdMuMtAOw4/s400/agenda.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Meine Agenda ist gefüllt - genauer gesagt: überfüllt - mit Flyern. Flyer, welche man überall findet, in Cafés, in Kinos, in den Foyers der Theater, usw. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, diese Flyer zu sammeln und vor dem Altpapierstapel zu retten, indem ich sie in meine Agenda einklebe. Dieses doch eher schrullige Hobby entstand aus purer Langeweile und diente mir in den Schulstunden als Beschäftigungsprogramm. Unterdessen gebe ich meiner zweiten Flyer-Agenda den letzten Schliff; das Jahr geht allmählich zu Ende. Zu den Flyern gesellen sich mittlerweile auch Bierdeckel und Briefmarken, sowie Zeichnungen und Zeitungsausschnitte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Stimmen, welche behaupten, dass diese Flyer-Agenda reine Zeitverschwendung sei. Ich bin anderer Meinung: Durch diese Arbeit verhindere ich bewusst, dass die Agenda zum treibenden Element wird und gewinne der Zeit eine weitere Dimension ab: die Tiefe. Mit vielem Eingeklebten verbinde ich persöhnliche Erlebnisse und durch das Einkleben kann ich mir jeden Tag noch einmal bewusst in Erinnerung rufen. So ist die Agenda nicht mehr ein Notizbuch für die Zukunft sondern ein lebendes Bilderbuch meiner Vergangenheit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-4922225661902873318?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/4922225661902873318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/hilfe-meine-agenda-explodiert.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/4922225661902873318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/4922225661902873318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/hilfe-meine-agenda-explodiert.html' title='Hilfe, meine Agenda explodiert!'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuieP6QnXiI/AAAAAAAAABg/qcdMuMtAOw4/s72-c/agenda.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-5459225602593077925</id><published>2009-10-27T21:56:00.000+01:00</published><updated>2009-10-27T21:56:06.305+01:00</updated><title type='text'>Das letzte Mal</title><content type='html'>Ich bin wieder einmal in einer Situation, in welcher mein ganzes Leben auf ein Punkt zuzulaufen scheint. All meine Gedanken kreisen um jenen Punkt und ich verspüre eine positive Nervosität. Tatendrang. Was und ob überhaupt etwas nach diesem Punkt folgt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Dem Leser stellt sich jetzt nur noch die Frage, was denn genau&amp;nbsp; dieser Punkt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In zwei Wochen beginnen meine Maturprüfungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu den dreieinhalb vorhergegangenen Jahren sind diese zwei Wochen verschwindend kurz. Dennoch hat sich meine Zeitwahrnehmung grundlegend verändert: Meine Zeit vergeht - ein besserer Ausdruck wäre entsteht - nicht mehr schön regelmässig und fliessend, sondern bricht in Brocken von ein oder zwei Wochen ab. Es knirscht zuerst, dann kracht es und schon gehören diese Wochenbrocken der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner momentanen Lage ist es mehr oder weniger sinnlos an die Zukunft oder die Vergangenheit zu denken; es ist viel ergibieger, sich mit der Gegenwart zu beschäftigen und im Jetzt zu leben. Dreieinhalb Jahre waren wir gezwungenermassen freiwillig im Gymnasium eingesperrt. Die Maturprüfungen scheinen mir weniger eine Befreiung zu sein&amp;nbsp; als viel eher die Vollstreckung unseres Todesurteils. So wird es zumindest von unseren panikschürenden Lehrern zelebriert, welche uns wie Lämmer zur Schlacht - resp. Prüfungsbank führen. Natürlich meinen es die Lehrer nur gut mit uns, aber was gut gemeint ist, ist meistens das Gegenteil von gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Lamm-Blickwinkel auf die drohende Maturschlachtung ermöglicht eine neue Sichtweise auf das, was man tut. Letzten Freitag schrieb ich meine letzte&amp;nbsp; Mathematikprüfung, am Tag zuvor die letzte Übersetzung in Französischunterricht. Letzte Woche besuchte ich zum letzen Mal eine Mittagsveranstaltung und heute Abend war zum letzen Mal Englisch-Vokabeln-Büffeln angesagt. Morgen werde ich ebenso meine letzte Prüfung in Architektur ablegen und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich von meinem Leben, wie ich es in den letzten dreieinhalb Jahren gelebt habe, trennen muss. Langsam aber unaufhaltsam muss ich von meinem Alltag und meiner gewohnten Umgebung Abschied nehmen. Das ist keinesfalls traurig, auch wenn Sentimentalität mitschwingt, denn jedes Ende bedeutet auch einen Neuanfang und viele neue Möglichkeiten. Auf dass ich die Matur überlebe!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-5459225602593077925?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/5459225602593077925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/das-letzte-mal.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/5459225602593077925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/5459225602593077925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/das-letzte-mal.html' title='Das letzte Mal'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6378367514309896859.post-8209634704033316915</id><published>2009-10-26T19:32:00.000+01:00</published><updated>2009-10-26T19:32:59.489+01:00</updated><title type='text'>Aller Anfang</title><content type='html'>&lt;div class="entrytext" style="font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;,sans-serif;"&gt;Ich konnte es mir gestern nicht verkneifen, über die Basler Herbstmesse zu schlendern, um einen ersten Eindruck dieser 539. Ausgabe zu gewinnen. Das Resultat ist ernüchternd: Für meine persönliche Herbstmesse-Euphorie fehlen noch wichtige Faktoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="page-break-after: always;"&gt;&lt;span style="display: none;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;Die ersten Tage nach einer Zeitumstellung, so geschehen vorletzte Nacht, gehören nicht zu meinen Favoriten. Wurde mein Körper erst einmal aus dem natürlichen Rhythmus katapultiert, verbringe ich einige Zeit damit, mich aus dem Off-Beat zu kämpfen. Zeitumstellungs-Lag. Ich beschloss am Nachmittag - ich kann die Uhrzeit beim besten Willen nicht angeben; meine Uhren zuhause behaupten zweierlei - über die Basler Herbstmesse zu spazieren. Wie schon angetönt, hielt sich meine Begeisterung bezüglich der Herbstmesse dann in Grenzen. Das liegt an mehreren Faktoren, welche versagten:&lt;br /&gt;Der Himmel war wolkenverhangen und spiegelte sich in den Pfützen, welche von Regenschauern zeugten. Ebenso trugen auch die gelb-roten Bäume und die Blätter auf dem Gehsteig zur süsslich-melancholischen Herbststimmung bei. Alles in allem perfekte Voraussetzungen für die Herbstmesse, wenn da nicht ein kleiner Makel wäre. Kurz und ergreifend: Es war zu warm. Und aus dem "zu warm" wurde dank meiner Kleider rasch ein "zu heiss". Ausserdem wirkten auch die unzähligen Maroniverkäufer fehl am Platz. Maroni kann man erst richtig geniessen, wenn man die abgefrorenen Finger an den heissen Papiertüten auftauen kann.&lt;br /&gt;Ein weiterer Faktor, welcher das perfekte Herbstmesse-Feeling verhinderte, waren die Menschen. Besser gesagt das Ausbleiben von Menschenmengen. Die einzelnen Plätze waren nur spärlich bevölkert und die Warteschlangen vor den Fahrgeschäften waren ungewohnt kurz. Auch das Gedränge zwischen den Ständen des Petersplatz war ein Schatten seiner selbst. Ein Spaziergang sollte doch immer auch dazu da sein, andere zu sehen und selbst gesehen zu werden. Oder etwa nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin guter Hoffnung, dass auch die diesjährige Herbstmese noch ein Knüller wird, sobald das Wetter mitspielt.&amp;nbsp; Aller Anfang ist schwer. Ob es sich nun um die Anfänge eines Blogs oder der Herbstmesse handelt, spielt keine Rolle. In beiden Fällen ist Geduld gefragt, den gut Ding will Weile haben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6378367514309896859-8209634704033316915?l=wortkiste.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wortkiste.blogspot.com/feeds/8209634704033316915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/aller-anfang.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/8209634704033316915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6378367514309896859/posts/default/8209634704033316915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wortkiste.blogspot.com/2009/10/aller-anfang.html' title='Aller Anfang'/><author><name>Andreas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17825690934468364612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='31' src='http://1.bp.blogspot.com/_lTifYhh3_ts/SuX0ZhITBrI/AAAAAAAAAAs/1LYbOm-KDL4/S220/rain.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
